5 Wölfe · Challenge · Leseempfehlung · Rezension

“Sheltered in blue: Wenn wir verzeihen” – Svea Lundberg

©Klappentext, Cover & Zitat: Svea Lundberg

 

Ebook: 4,99 / Taschenbuch: 12,95

Seitenzahl: 230

Verlag: Selfpublished

Release: 12. Oktober 2021

Genre: Romance, Contemporary, Suspense, Crime (Polizei)

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte, laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag unter “Werbung”.

Klappentext:

Zwei Dinge weiß Sascha sicher: Er will ein guter Vater für sein Kind sein und er wird den Mann, den er liebt, kein weiteres Mal nach hinten schieben. Denn auch Domenico braucht jemanden, an den er sich anlehnen und auf den er sich verlassen kann. Vor allem, da die dienstlichen Ereignisse der Vergangenheit ihn nicht loslassen.
Doch um zu seiner neuen Liebe zu stehen, muss Sascha den Mut aufbringen, sich selbst zu hinterfragen und zu sich finden. Aber wie soll eine Beziehung funktionieren, die zwischen Ex, ungeborenem Kind und Selbstzweifeln auf so brüchigen Pfeilern steht? Kann Sascha Domenico im Privaten dasselbe sichere Fundament bieten wie im Dienst? Noch dazu, wenn ihre Gefühle füreinander es ihnen eigentlich verbieten, weiterhin gemeinsam auf Streife zu fahren.
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Bei »Sheltered in blue – Wenn wir verzeihen« handelt es sich um Band 5 der Reihe “Sheltered in blue” und gleichzeitig um Teil 2 einer Dilogie. Die Geschichte rund um Domenico & Sascha beginnt in »Sheltered in blue – Wenn wir verletzen« (Band 4 der Reihe) und wird mit “Sheltered in blue – Wenn wir verzeihen” abgeschlossen!
Es wird empfohlen, zunächst “Sheltered in blue – Wenn wir verletzen” zu lesen.

Zitat:

“Ich liebe dich, Nico. Auch wenn ich´s nicht wahrhaben wollte, seit gestern…”
“Seine Nasenspitze reibt sacht an meiner, seine Hände gleiten am Saum des Bademantels entlang und darunter, streicheln über meine nackte Haut.”
“Einen langen Moment sehen wir einander an, schweigend und gnadenlos erregt und dennoch liegt diese zuversichtliche Ruhe zwischen uns, die uns bislang immer gefehlt hat.”
“Ich denke, dass ich dich liebe. Mit jedem Tag noch ein bisschen mehr.”

Eigene Meinung:

Endlich hat Sascha den Entschluss gefasst, sich von Marie zu trennen, um sich ganz auf Domenico konzentrieren zu können. Doch dann kommt die Aussage, die alles durcheinander bringt. Marie ist schwanger. Sascha weiß nun eins, er möchte ein guter Vater für sein Kind sein, doch er möchte auch Domenico nicht mehr von sich schieben. Doch es ist so viel einfacher gesagt als getan, denn da sind immer noch Selbstzweifel und Unsicherheit. Während Sascha sich mit seiner ehemaligen Beziehung auseinander setzen muss, lassen die Ereignisse aus dem Park Domenico nicht los. Können sich Sascha und Domenico endlich aufeinander einlassen?

Nun bekommen Sascha und Domenico ihren (wohl verdienten) Abschluss. Der Weg bis dahin war auch verdammt steinig und lang. Schafft es Sascha sich trotz Hiobsbotschaft von Marie endgültig zu trennen? Wie geht Domenico mit dem ganzen Chaos um? Der Weg der beiden war nun wirklich verdammt steinig und lang und noch immer sind sie nicht ganz am Ziel. Wieder ist es emotional ein ständiges Auf und Ab, doch man spürt beim Lesen, dass sich nun endlich langsam alles regelt und zum Ende wird es allmählich ruhiger.

Wieder mal sorgt Sascha für den meisten Trubel. (Achtung Spoiler) Ich möchte mich an dieser Stelle einmal bei der Autorin bedanken, dass sie das Drama zwischen Sascha und der Trennung von Marie nicht unnötig in die Länge gezogen hat, sondern dass Sascha schon innerhalb der ersten Seiten den entscheidenden Schritt durchzieht. Vielmehr geht es in den restlichen Seiten darum, dass sich zwischen Marie und Sascha allmählich die Wogen wieder glätten aber auch dass Domenico und Sascha wieder zueinander finden und sich diesmal gänzlich aufeinander einlassen können. (Spoiler Ende). Wie im ersten Teil wird Marie hier ebenfalls nicht einfach als Hindernis abgestempelt, was mir wieder sehr gut gefallen hat. Sie gehört vielmehr zu Sascha und man merkt auch, dass sie auf die ein oder andere Weise das immer sein wird, ohne allerdings zu stören. Sie ist einfach menschlich und lebendig. Sie ist ein Charakter, ein Mensch, eine Figur, die ihre Rolle spielt und nicht einfach ein Hindernis, das überwunden werden muss. Auch handelt sie nachvollziehbar und für mich wurde es nie unverständlich oder zu viel. Danke dafür, dass Marie ein Mensch bleibt und nicht einfach als Klotz am Bein endet.

Wie der Titel des Bandes schon vermuten lässt, geht es hier diesmal eher darum, die Scherben, die enstanden sind, zusammen zu kehren und wieder zusammen zu setzen. Auch wenn sich Sascha recht früh entscheidet, welchen Weg er nun wirklich gehen will, heißt es noch lange nicht, dass damit alle verursachten, offenen Wunden schon wieder geschlossen sind. Immerhin hat auch Nico an dieser besonderen Neuigkeit zu knabbern. Man soll ja nicht glauben, dass, nur weil Sascha sich früh seiner Sache sicher ist, dann schon alles geregelt ist, gerade zwischen Sascha und Domenico.

Die Polizeiarbeit rückt in diesem Band ein wenig mehr in den Hintergrund. Domenico setzt sich noch immer mit dem Fall aus dem vorigen Band auseinander. Das fand ich bei Sascha ein wenig schade. Ja ich kann verstehen, dass er bis zu einem gewissen Punkt ganz andere Sorgen im Kopf hatte, aber diese werden ja mit der Zeit immer weniger und dafür dass er im vorigen Band von den Geschehnissen völlig überrumpelt und überfordert war, kommt hier nun eher wenig von ihm.
Es geht diesmal viel mehr darum, wie es sich auf ihre Arbeit auswirkt, dass die beiden nun ein Paar sind. Vielleicht erwartet der ein oder andere hier bei den Kollegen mehr Reibung und Intoleranz aber um ehrlich zu sein, bin ich ziemlich froh, dass genau das nicht der Fall war. Es wird keinerlei Aufsehen darum gemacht und die Autorin quetscht die ganze Sache auch nicht unnötig aus.

Hat man gewartet, bis endgültig beide Bände erschienen sind, lassen sich die diese wunderbar hintereinander weglesen. Die Geschehnisse gehen nahtlos ineinander über, was allerdings auch bedeutet, man sollte sie definitiv nicht unabhängig voneinander lesen ;).

Der Band ist ein gelungenes Ende für Sascha und Domenico. Offene Fragen werden geklärt, Die Charaktere kommen zur Ruhe und ich als Leser konnte zufrieden das Buch zuklappen. Ich habe die beiden unfassbar gerne auf ihrem langen, steinigen Pfad begleitet. Bis jetzt sind Sascha und Domenico aus der Sheltered-Reihe mein Lieblingspärchen, bei den beiden war ich wirklich jeden Augenblick dabei. Ich bin dennoch sehr auf den nächsten Teil dieser Reihe gespannt und bei welcher Polizeiarbeit wir dann mal einen Blick riskieren dürfen.

Kritik:

Saschas letztendlicher Umgang mit dem Fall aus dem vorigen Band fiel meiner Meinung nach ein wenig flach aus. Zumal er im vorigen Teil da wirklich drunter zu leiden schien und jetzt hatte ich das Gefühl, er hakt es nun doch recht schnell ab. Klar er hatte bis zu einem gewissen Punkt andere Sorgen aber im Gegensatz zu Domenico holt er sich nicht wirklich professionelle Hilfe.

Fazit:

“Sheltered Blue: Wenn wir verzeihen” iat nun der endgültige Abschluss von Sascha und Domenico und ich empfand keine Seite als zu viel. Es wurde nie langweilig mit den beiden und letztendlich wurde alles erzählt und gesagt. Ging es im vorigen Band noch ums Kennelernen und Saschas Auseinandersetzung mit seiner eigenen Sexualität und dem Umgang, dass er ja eigentlich schon in einer Beziehung ist, müssen sich im letzten Teil Sascha und Domenico erst wieder richtig annähern und beide müssen sich nun bewusst werden, was sie eigentlich von der Beziehung wollen, was sie bereit sind, dafür zu geben. Und dann ist da immernoch Marie, die noch immer eine gewisse Rolle spielt. Auch hier ist die Gefühlsachterbahn wieder mal ein ständiges Auf und Ab und doch wird sie mit der Zeit immer ruhiger. Wer also wissen will, wie es mit den beiden ausgeht, darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen, allewin wegen Cookie und Greta, die immer für Lacher sorgen.

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