5 Wölfe · Leseempfehlung · Rezension

“Robin und der Tod (Jetzt ist Sense 1)” – Kyo Sander

©Klappentext, Cover & Zitat: Kyo Sander

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch: 9,95

Seitenzahl: 260

Verlag: Selfpublished

Release: 12. Dezember 2017

Genre: Fantasy, Romance, Humor, Erotik

Klappentext:

Gay Fantasy – explizite Szenen – 18+!!!

Als frischgebackener Motorradfahrer bricht Robin in seine neu gewonnene Freiheit auf und genießt den ersten Ausflug auf dem Bike seiner Träume. Dummerweise sind noch mehr Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs. Zu spät bemerkt er den roten Volvo, der ihm die Vorfahrt nimmt und dafür sorgt, dass er erst vier Tage später im Krankenhaus aus dem Koma erwacht. Er traut seinen Augen nicht, als er in seinem Zimmer den Sensenmann entdeckt, den er zunächst für einen makaberen Scherz seiner Eltern hält. Auf nicht ganz jugendfreie Art beweist der Tod ihm seine Existenz und erzählt ihm aus seiner Welt, die komplett anders als in Robins Vorstellung ist. Schon bald kann er den hübschen Sensenmann, der in tollpatschigen Versuchen sein Leben beenden will, nicht mehr ernst nehmen und verliebt sich sogar in den mörderischen Mann. Statt ihn weiterhin ermorden zu wollen, macht der Tod Robin das Angebot, sein Assistent zu werden. Im Praktikum des Todes pfuscht er dem Sensenmann allerdings nicht nur einmal ins Handwerk, um die Todeskandidaten zu retten. Am Ende muss er sich entscheiden zwischen dem Leben und, wie könnte es anders sein, dem Tod. Folgt Robin seinem Traummann in die wundersame Welt des Jenseits oder entscheidet er sich für sein altes Leben?

Zitat:

“Ich liebe mein totes Leben jetzt schon.”

Eigene Meinung:

Robin ist ein aufgewecktes Kerlchen, der vor allem auf Sex steht. Er muss sich zwischen Leben und dem Tod entscheiden. Entscheidet er sich für sein Leben oder die Liebe? Gabriel oder auch der Sensenmann ist ein versauter Tod, der den schwarzen Humor lebt.

Es ist mal eine etwas andere Geschichte über den Tod, denn hier hat der Tod einen Namen: Gabriel. Ich hab mich da schon gefragt, ob der Name Absicht war ;). Die Idee des Todes und der so genannten Unterwelt oder das Reich in das die Toten gebracht werden, ist so ganz anders als ich es bisher kennen gelernt habe. Zum einen gibt es nicht nur einen Sensenmann, da der den Job nicht alleine machen könnte, so oft Menschen sterben, vor allem auf einmal. Sobald das stündlein geschlagen hat, erscheint dieser und nimmt einen mit um ihn quasi fort zu bringen. Falls man aber möchte, wird einem der Job als Kapuzenheini angeboten ;). So hat sich auch Gabriel entschieden, einer zu sein und hat den Job bekommen sich um Robin zu kümmern, doch der entwischt ihm ständig, erst überlebt er doch tatsäch diesen gut ausgeklügelten Unfall und dann schafft es Robin jeden weiteren Versuch ab zu wehren.  Doch mit eins haben die beiden nicht gerechnet und zwar dass sie sich ineinander verlieben. In den Tod verlieben, bekommt hier eine ganz andere Assoziation. Auch die Welt des Todes ist nicht so, wie wir sie vorstellen. Doch das findet lieber selbst raus.

Mich hat das Buch vor allem durch den doch manchmal schrägen Humor überzeugt. Man darf an diesem Buch glaub ich nicht zu viel ernst nehmen. Doch wenn man zwischen den Zeilen liest, beschäftigt sich man mehr mit den Tod als man oberflächlich ahnen mag. Denn Robin hat Angst vorm Tod, er möchte nicht sterben, er möchte noch so viel erleben, doch er liebt den Tod. Wie soll man das interpretieren? Wollte er schon recht früh sterben? Was ist wenn man den Tod mal nicht als Person sondern als wirklich das betrachten was er ist. Das Ende des Lebens. Weil hat sich Robin insgeheim sich schon lange das Ende seines Lebens gewünscht. Lest euch Robins Geschichte mal durch und überlegt euch, was sie mit euch macht.

Kritik:

Die Charaktere wirken teilweise sehr oberflächlich und auch die Handlung ist im Grunde recht plump. Für einen ist es unterhaltsam, für andere nicht mal eine Einhandliteratur. Das sollte jeder selbst entscheiden. Wenn man die Geschichte recht nüchtern betrachtet, geht es fast hauptsächlich in der Geschichte ums f…. Ich vermute, dass auch der Humor nicht jeder mans Geschmack ist.

Fazit:

Sich in den Tod verlieben, bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.

Dieses Buch sollte man nicht all zu ernst nehmen 😉 Mich hat es vor allem durch seinen überspitzten und auch indirekten schwarzen Humor überzeugt. Es ist eine wunderbar lustige Geschichte über die Liebe, die über den Tod hinaus geht. Dennoch wenn man zwischen den Zeilen liest, zeigt sich hier die Angst vor dem Tod und die Auseinandersetzung mit diesem.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und einfach geschrieben. Man muss beim Lesen nicht groß nachdenken, sondern taucht in die sexlastige Welt von Robin ein, der es faustdick hinter den Ohren hat. Die Welt des Todes wird locker dargestellt, sodass einem sogar die Angst davor genommen wird.

Schade finde ich es, dass die Charaktere etwas blass sind und die beiden keine wirkliche Tiefe besitzen. Sie sind ein kleines bisschen oberflächlich dargestellt, dennoch wachsen sie einem ans Herz, weil ihre Beziehung seltsam und skurril ist und man ständig am schmunzeln und sich am tot lachen ist ;). Dieses Buch hat auf jeden Fall eine riesige Portion Humor und wer sich an Obszönitäten stört, sollte hier von lieber die Finger lassen ;), denn die beiden haben viel Spaß miteinander. Ich bereue es nicht das Buch gelesen zu haben und bin noch immer am schmunzeln über die Welt des Todes, auch dieser hat Glück und Liebe verdient.

 

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