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“Jericho March: Die Spinne von Skye” – Leann Porter

©Klappentext, Cover & Zitat: Leann Porter

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch: nach der zweiten Folge

Seitenzahl: 120

Verlag: Selfpublished

Release: 5. November 2019

Genre: Urban Fantasy

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte, laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag unter “Werbung”.

Klappentext:

Mit der Magie kamen die Dämonen – und veränderten die Welt für immer

Im Jahr 2019 öffnete sich das erste Loch zwischen den Dimensionen. Weitere folgten und erfüllten die Welt mit Magie – und Dämonen. Bis dahin gewöhnliche Menschen entdeckten ihre magische Begabung, während um sie herum die Zivilisation, wie wir sie kennen, zerbrach. Doch statt im Chaos zu versinken, entstand eine neue Welt, mit mythischen Geschöpfen und reduzierter Technik, denn in der Nähe der Dimensionslöcher funktionierten die vertrauten Errungenschaften wie Computer nicht mehr.
Eine neue Zeitrechnung begann.

Im Jahr 33 n.W. (nach dem Wandel) ist Jericho March der beste Dämonenjäger Schottlands – und der unbeliebteste. Seit dem Tod seiner Schwester befindet er sich auf einem Rachefeldzug, den niemand aufhalten kann. Auf der Jagd nach ihrem Mörder muss er sich nicht nur Horden von Dämonen stellen, sondern auch ungewollten Gefühlen, die sein Weltbild ins Wanken bringen. Und das in einem Job, in dem jede Ablenkung den Tod bedeutet …

Jericho March – Die Spinne von Skye (Folge 1)

Seit zehn Jahren dämonenfrei!
Die Isle of Skye muss sich einen neuen Werbeslogan überlegen, denn auf der schottischen Insel hat sich ein Loch zwischen den Dimensionen geöffnet. Der unwillkommene Dämonenbesuch hat bereits ein Menschenleben gefordert.
Ein Fall für Jericho March.
Eigentlich erhofft er sich auf Skye neue Hinweise zum Mord an seiner Schwester. Doch kaum angekommen, muss er sich mit feindseligen Magiern und einem aufdringlichen Reporter herumschlagen.
Zu spät erkennt er, dass der hungrige Dämon noch sein geringstes Problem ist …

Inhaltsinformation: explizite Beschreibung eines spinnenähnlichen Wesens, Tod eines Freundes
Die erste Staffel der Serie Dämonenjäger Jericho March umfasst 6 Folgen. Jeden Monat erscheint eine neue Folge.

Zitat:

“Sie vollführte mit der Handkante sägende Bewegungen vor der Kehle, bohrte sich den Zeigefinger in die Schläfe, rollte mit den Augen.”
“Islay packte ihn am Kragen seines Mantels und küsste ihn auf den Mund.”
“In Wahrheit gehörte er zu diesen Monstern, wie das Schwein, das Clara umgebracht hatte.”

Eigene Meinung:

Jericho March, begnadeter Dämonenjäger, bester in seinem Gebiet aber auch der unbeliebteste, ist auf einem Rachefeldzug, da ein Incubus seine Schwester umgebracht hat. Dies wirkt sich auch auf seine Arbeit aus. Immer wieder wird sich über seine raue Behandlungsart gegenüber Zeugen und ähnlichem beschwert und so wird er für eine Zeit lang suspendiert. Zu diesem Zeitpunkt erscheint auf Isle of Skye ein spinnenartiger Dämon, der die Leute dort in Schrecken versetzt, denn nun gilt es nicht mehr, dass dieser Ort seit 10 Jahren dämonenfrei ist. Dies ist ein Fall für Jericho, der sich auf direktem Weg dorthin begibt, um zum einen einen alten Freund zu treffen, der neue Informationen über den Tod seiner Schwester zu haben scheint, um sich das Dämonenproblem zu kümmern und um einen Auftrag auszuführen. Doch er bemerkt viel zu spät, dass das nicht seine einzigen und größten Probleme sind.

Es beginnt wie eine Serie und es endet wie eine Serie. Eine Buchreihe geplant als Serie, ich war mir unsicher, wie man sich das Ganze vorstellen kann. Während des Lesens hatte ich wirklich das Gefühl, eine TV-Serie anstatt zu gucken, zu lesen. Der Einstieg, ein geheimnisvoller Vorfall, dann der Auftritt des Hauptprotagonisten, der sich dem Ganzen annimmt und zum Schluss ein atemraubender Cliffhänger, wofür man wahrscheinlich normalerweise einen Punkt abziehen oder man sich einfach ärgern würde. Betrachtet man es allerdings als Serie, so denke ich zumindest, hätte es anders nicht sein sollen. Immerhin enden TV-Folgen auch mit nervenaufreibenden Cliffhängern, allerdings muss man hier bis zur nächsten Folge länger warten, was es doch ein wenig unerträglich macht. Für mich steht allerdings fest, das Warten lohnt sich. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten zu erfahren, wie es weiter geht.

Jericho March ist geheimnisvoll, eigensinnig, stur und schroff. Man spürt beim Lesen, dass ihn etwas quält, dass ihn schon lange etwas beschäftigt und er aus bestimmten Gründen so ist, wie er nun mal ist. Er ist allem gegenüber misstrauisch und hat keine Skrupel sehr direkt zu sein. Doch man sollte nicht meinen, dass er sich nicht um seine Mitmenschen sorgt. Gerade das Schicksal seines langjährigen Freundes nimmt ihn mit und auch der Tod seiner Schwester lässt ihn noch lange nicht los. Er will sich noch immer an allen Incubus rächen.
Islay scheint das genaue Gegenteil zu sein. Ihn lernen wir mehr durch Jericho kennen, weshalb von ihm noch kein genaues Bild entsteht. Er lebt auf Isle of Skye und möchte ein guter Reporter werden, der über Dämenjäger und ihre Taten berichtet. Vor allem ein ganz bestimmter Dämonenjäger hat es ihm angetan. Er ist aufgeschlossen, aufgedreht und nun ja recht anhänglich.
Sie lernen sich gerade erst kennen und die langsam entwickelnde Beziehung zwischen den beiden ist gut dosiert gestaltet. Wir bekommen schon ein paar kleine gefühlvolle Momente, doch nicht mehr, was ich auch genau passend finde. Mich hätte es sogar gestört, wenn die beiden sich jetzt schon nahe kommen und tiefere Gefühle füreinander entwickeln.

Unsere Welt nur voller Magie und Dämonen, plötzlichen Portalen, eine Art Türen, die sich öffnen und Schreckliches hindurchlassen. Keine funktionierenden Handys mehr, wenn diese erscheinen. Noch erfährt man eher Grobes, was sich zugetragen hat, was genau los ist und wie die Welt nun funktioniert, doch das stört nicht, da man sich schnell in der erfundenen Welt der Autorin zurechtfindet. Jericho führt einen dort mit ausreichend Einblick hindurch und die Welt aus seinen Augen zu erleben, da würden ausschweifende Beschreibungen lediglich stören.
Allgemein fliegt die Geschichte an einem vorbei. Der Schreibstil ist flüssig und nicht zu detailliert. Die Kapitel sind recht kurz und das Buch hat an sich ja nicht viele Seiten, für mich war die Menge an Inhalt genau richtig, nicht zu viel, nicht zu wenig und die Geschichte rund um die Spinne ist abgeschlossen, gespikt ist das Ganze mit ein wenig Humor und knisternden, noch schwachen Emotionen, die man teilweise eher zwischen den Zeilen liest.

“Die Spinne von Skye” ist ein gelungener Einstieg in eine spannende Fantasyreihe voller Dämonenjäger, Magiern und zwei Charaktere, die noch das ein oder andere Geheimnisse mit sich tragen. Ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt, der aus Islays Sicht sein wird.

Kritik:

Bücherreihen mit nicht abgeschlossenem Ende sind nicht jedermanns Sache, meist dauert es einfach zu lange, bis der nächste Teil erscheint, weshalb man lieber wartet, bis die gesamte Geschichte draußen ist. Hier muss man zum Glück ja nicht ganz solange warten.

Fazit:

“Jericho March: Die Spinne von Skye”, ein gelungener Start einer spannenden Fantasyreihe, rund um den Dämonenjäger Jericho March, der zwar der beste aber auch der unbeliebteste auf seinem Gebiet ist. Er ist bekannt für seine eher fragwürdigen Methoden und doch… Während seiner Suspendierung bekommt er trotzallem einen Fall, beauftragt, den Sohn eines Chefredakteurs zurückzuholen von Isle of Skye, auf dem sich vor kurzem ein Tor öffnete, obwohl dessen Werbeslogan damit wirbt, dass sie seit 10 Jahren dämonenfrei sind. Das trifft sich gut, denn ein langjähriger Freund will ihn treffen, da er Informationen bezüglich des Todes von Jerichos Schwester hat. Trotz weniger Seiten erleben wir das erste packende Abenteuer von Jericho March, das mit einer unerwarteten Neuigkeit endet. Es liest sich wie eine Serienfolge, man muss nur statt einer Woche leider einen ganzen Monat warten. Ich kann die nächste Folge auf jeden Fall kaum erwarten, ich möchte schnell erfahren, wie Jericho mit seiner Erkenntnis umgeht und was wird aus Islay, der vielleicht genauso überrascht über die Neuigkeit ist, wie Jericho selbst.  Leann Porter entführt den Leser in eine neuzeitliche Welt mit eingeschränkter Technik, Dämonen und Magiern, sowie zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, jeder sein Päckchen zu tragen hat und über die es bestimmt noch einiges zu erfahren gibt. Keine Sorge ein bisschen was fürs Herz gibt es auch schon.

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