4 Wölfe · Leseempfehlung · Rezension · Serie

“Fuchsreihe: Band 2” – Nicky P. Kiesow

©Klappentext, Cover & Zitat: Nicky P. Kiesow

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch:

Seitenzahl: 206

Verlag: Selfpublished

Release: 6. Mai 2017

Genre: Fantasy, Wandler

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte, laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag unter “Werbung”.

 

 

Klappentext:

Band 4 – Fuchsgott
Band 5 – Fuchszauber
Band 6 – Fuchsbann

In diesem Teil tritt Sisandra erstmals in den Vordergrund.
Nachdem sie Erebos entkommen konnte, muss sie sich eine Hetzjagd mit ihren Verfolgern liefern.
Außerdem bleibt Sisandra nichts anderes übrig, als sich um ihre aufgelöste Fuchsgöttin Ava zu kümmern.
Wird es Sisandra noch rechtzeitig gelingen, wieder mit Ava in Einklang zu kommen?

Zitat:

“Vielleicht fanden die Geister die armen Fuchsseelen und brachten sie an einen Ort, wo sie Ruhe und Frieden erhalten würden….”
“Doch dann begannen bereits wieder bunte Punkte vor meinen Augen zu tanzen und ehe ich mich versah, erschlaffte ich und glitt zurück in die tiefe, traumlose Finsternis.”
“Ensetzt riss ich die Augen auf und sah plötzlich mit aller Schärfe, wie der schwarze Wolf sein Maul von der Kehle des Löwen löste.”

Eigene Meinung:

Während Maykayla nun langsam erfährt, warum die Wölfe ihre Dörfer angreifen und die Tori nach und nach einsammeln und warum sie es auf Sisandra abgesehen haben, hat es ihre Zwillingsschwester geschafft zum Wynterclan zu flüchten und dort Unterschlupf zu bekommen. Eines Abends trifft sie dort den charmanten Pax, bei dessen Anblick ihr Herz schneller schlägt und ihre Fuchsgöttin Ava hin und weg ist. Was hat es mit diesem geheimnisvollen Mann wirklich auf sich?

Nachdem ich die ersten drei Teile dieser Serie gelesen hatte, konnte ich es nicht erwarten, wie es mit Sisandra und Maykayla weiter geht. Während wir im ersten Sammelband lediglich aus Mays Sicht die Geschehnisse verfolgen konnten, schlüpfen wir im zweiten Teil auch in Sisandra und erfahren ihre Ansichten über die Dinge und erleben auch ihre Fuchsgöttin, die sie erwählt hat. Ich dachte dadurch würde sich ihr Verhalten gegenüber Maykayla mir nachvollziehbar erschließen, doch leider machte sie sie für mich nur noch unsympathischer, denn Sisandra ist das genaue Gegenteil von Maykayla und für mich ein jammernder wehleidiger Charakter. Ihre Begründung, warum sie so gegen ihre eigene Schwester wettert ist für mich reinstes Kleinkindverhalten. Maykayla hätte es ja so viel einfacher als sie gehabt und ihre Ausbildung war doch so viel spannender. Nach dieser Begründung hoffte ich, es würde noch mehr dahinter stecken, doch bis zum Ende dieses Teils kam noch nichts weiter hinzu. Obwohl so viel Schreckliches im Dorf passiert und ihre Schwester immer mal knapp dem Tod entkommt, ist Sisandra so dermaßen Ich-bezogen, dass es keinerlei Vergnügen bereitet ihren selbstgefälligen Ausschweifungen zu folgen und ich habe mit jedem weiteren Kapitel, das man aus ihrer Sicht liest, gehofft, dass man schnellstmöglich wieder zu May wechselt. Dennoch erfährt man überraschende Wendungen, während man die Geschehnisse rund um Sisandra verfolgt, auch welche, die einem die Welt erklären, Gebräuche und Sitten, aber auch, was die Beweggründe für die Eindringlinge sind. Auch über Sisandra selbst erhält man unerwartete Auskünfte, mit denen man nicht gerechnet hätte. Als Fazit stellte sich für mich jedoch heraus, dass ich Maykaylas Handlungsstrang viel lieber verfolge und auch spannender finde.

Letztendlich haben sich zwar einige Fragen aufgelöst, doch leider kamen auch unzählige neue mit hinzu. Was genau ist damals zwischen Sisandra und ihrem jetzigen Verlobten Larin vorgefallen? Wie genau lief Sisandras Kindheit ab?  Wie kam es zu der besonderen Beziehung zwischen Kendra und Sisandra? Und was mich doch ein wenig stört, warum schafft es beinahe jeder gegen eine Gottheit anzukommen? Woher kam der gefangene Grünspecht, der ganz plötzlich bei Erebos Truppe auftauchte? Es sind mit einem Mal Gegebenheiten vorhanden, die allerdings keine weitere Erläuterung erhalten. Auch hier hätten weitere Seiten der Geschichte nicht geschadet.

Trotz unsympathischer Charakter und mangelnden Informationen ist die Geschichte noch immer lesenswert, denn ein gewisser Spannungsbogen ist vorhanden, sodass man sich kaum von den Seiten lösen kann. Die Autorin hat eine so eigene Welt kreiert, die man einfach kennen lernen und erleben möchte. Mir gefällt auch die Dynamik zwischen May und Erebos, denn obwohl Erebos ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse ist, hat er etwas an sich. Allgemein können mich Romancen bei Heteropaaren nur noch schwer packen, aber bei den beiden bin ich dennoch sehr gespannt, was genau sich zwischen ihnen entwickeln wird.

Ich kann den dritten Teil trotzdem kaum erwarten, da mich Maykaylas weiterer Weg sehr interessiert und ich erfahren möchte, was sie und Reineke noch erleben werden.

Kritik:

Auch diesem Teil hätten einige Seiten mehr ganz gut getan. Obwohl man viele Antworten auf vorige Fragen bekommen hat, kommen beinahe doppelt so viele Fragen wieder hinzu, was teilweise ermüdend ist, da es die Geschichte nicht unspannender machen würde, wenn viele Ungereimtheiten und Fragen recht schnell gelöst werden würden.

Fazit:

Im zweiten Teil der Fuchsreihe verfolgen wir dieses Mal hauptsächlich das Geschehen rund um Sisandra, ihre gelungene Flucht, ihre erste Begegnung mit Pax, dem Anführer der Eindringlinge und wir erfahren nach und nach den Grund für deren Einfall in Mays und Sisandras Land. Nun ich hatte gehofft, mehr Verständnis für Sisandra zu bekommen, wenn ich nun mal ihre Sicht der Dinge erfahre, allerdings wurde sie für mich lediglich zum unsympathischsten Charakter der ganzen Geschichte und ich denke, so schnell wird sie das auch nicht mehr ändern können. Endlich bekommen wir ein paar Antworten auf die Fragen, die man sich im vorigen Teil stellte, leider kommt aber auch wieder die doppelte Anzahl hinzu. Doch die Geschichte rund um Maykayla und Reineke ist so fesselnd, dass ich mich schon auf den dritten Teil freue.

 

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