4 Wölfe · Leseempfehlung · Rezension

“Blinded Date: First Date” – Chris P. Rolls

©Klappentext, Cover & Zitat: Chris P. Rolls

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch: 13,00 (Sammelband mit Date 2)

Seitenzahl: 105

Verlag: Main Verlag (TB)

Release: 26. Dezember 2015

Genre: Romance, Erotik

Klappentext:

„Blinded Date. Du wirst nie erfahren, wen du getroffen hast. Er wird nie wissen, wer du bist. Ihr beide werdet es nie vergessen können. Alles geht, nichts muss. Du alleine entscheidest.“ Durch eine Anzeige wird Silas auf das “Blinded Date” aufmerksam, einen Club mit ganz besonderen Regeln. Noch immer leidet er unter den Nachwehen seiner letzten Beziehung und erhofft sich nichts weiter als unverbindlichen Sex. Mit einiger Unsicherheit lässt er sich auf eine Probemitgliedschaft ein. Was er dabei erlebt, sprengt all seine Erwartungen und er erfährt am eigenen Leib, was es bedeutetet, Sex mit allen (anderen) Sinnen zu erleben.

Zitat:

Noch einmal holte Silas tief Luft, zupfte an dem dunklen Hemd herum und strich sich die schwarzen Haare zurück.”
“Nein, er vernahm Atemgeräusche, Schritte, die sich näherten.”
“Er hatte sich verliebt und wenn ihn nicht alles trog, dann ging es Lukas nicht anders.”

Eigene Meinung:

Nachdem Silas´ letzte Beziehung eher unschön in die Brüche gegangen ist, hat er keine Lust mehr auf etwas verbindliches. Aber warum nicht einfach auf ein kleines Abenteuer einlassen. Er bekommt die Gelegenheit, als er die Einladung erhält, im “Blinded Date” vorbeizuschauen und eine Probemitgliedschaft zu nutzen. Das “Blinded Date”, ein Club, der für seine Anyonymität steht, du wirst nicht wissen, mit wem du in einem Zimmer warst und du weißt nicht, was genau derjenige mit dir vorhat, der dein Zimmer betritt und deine Regeln akzeptiert. Erst noch etwas unschlüssig, entscheidet sich Silas letztendlich doch dafür, es auszuprobieren. Doch was er dann erlebt, sprengt all seine Erwartungen.

Gemeinsam mit Silas lernen wir das “Blinded Date” kennen, so im Grunde liest sich das Buch. Man erfährt, wie dieser Club aufgebaut ist, wie er funktioniert und man lernt den Besitzer kennen: Jules Moreau. Freut euch schon mal, im dritten Teil bekommt er seine eigene Geschichte. Keine Ahnung warum genau, aber Jules hat mich ab den ersten Moment begeistert, obwohl es ja gar nicht um ihn geht.
Wie dem auch sei, in diesem etwa 100-seitigen geht es ja nun vorwiegend um Silas. Ein wenig schüchtern, ein wenig unsicher, doch letztendlich weiß er, was er will und steht auch dazu. Bei so wenigen Seiten sollte man jetzt keine ausgeklügelte Handlung erwarten oder bis ins kleinste Detail durchdachte Charaktere. Hier dreht es sich um eine Erotikgeschichte mit ein wenig Romance. So als kleinen Einstieg in eine Reihe, immerhin gibt es ja nun schon fünf Bände, die sich alle um das “Blinded Date” drehen, ist dieser Teil gut gelungen. Wir lernen die Grundidee des Clubs kennen und erleben gemeinsam mit Silas, wie ein solcher Besuch ablaufen und ausgehen kann.

Im Grunde liest sich die gesamte Geschichte eher vorhersehbar, denn es ist irgendwie klar, dass Silas jemanden findet, der genau seinen Vorstellungen entspricht und dass sich da am Ende sogar etwas draus entwickeln könnte, also mehr wird als nur Sex… Beziehung… Liebe. Es ist schon etwas unrealistisch, dass sich Silas auf Anhieb verliebt und das allein nur aufgrund des hervorragenden, atemberaubenden Sex.
Was genau macht das Buch jetzt also aus? Plump gesagt, die Idee hinter dem Club. Als Y- Kandidat stellt man seine Regeln auf, begibt sich blind in einen Raum und wartet auf den passenden X-Kandidaten, der mit den aufgestellten Regeln letztendlich dann alles mit dem Y-Mann machen darf, was er möchte. Als Erstes versucht sich Silas als X, doch er merkt schnell, dass es nichts für ihn ist, er hat Angst, den jeweiligen Y nicht zufrieden zu stellen. Da man nur aus Silas´ Sicht liest, ist es einfach fesselnd mitzuerleben, wie er dann die Eindrücke als Y wahrnimmt, ohne etwas sehen zu können. Die erotischen Szenen sind wirklich schön und auch sinnlich geschrieben und lesen sich nicht als plumpen, lieblosen Sex. Allein wie die Autorin Silas´ Erlebnisse beschreibt, seine Wahrnehmung, eingeschränkt, da er einen Sinn nicht nutzen kann, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Und auch wenn das Buch echt kurz ist, so gab es doch diesen einen besonderen Moment, zumindest für mich, der mich kurz die Luft anhalten ließ, auch wenn dieser Augenblick doch eigentlich eher recht simpel ist (Augenbinde).

Ich habe Silas sehr gerne auf den wenigen Seiten begleitet und wie gesagt, ich kann es kaum erwarten Jules´ Geschichte zu lesen.

Kritik:

Durch die Kürze des Romans, kommt die ganze Situation um die entstehenden Gefühle eher unrealistisch rüber. Es geht zu schnell und das allein nur auf der Basis von unbeschreiblichem tollen Sex. Kaum hat man die Charaktere kennen gelernt und fängt allmählich an, mit ihnen mitzufiebern, ist das Ganze auch schon vorbei. So viel Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wurde aber es kommen ja noch einige Bände.

Fazit:

Mit “Blinded Date: First Date” betreten wir das erste Mal den gleichnamigen Club, lernen den Besitzer Jules Moreau kennen, auf dessen Geschichte ich mich schon sehr freue und begleiten Silas bei seinen erotischen Abenteuern, die er dort erlebt. Es ist eine gelungene, erotische Kurzgeschichte mit ein wenig Romance. Man lernt die Grundidee des Clubs kennen, erhascht schon einen ersten Blick auf Jules, an dem ich jetzt schon einen Narren gefressen habe und begleitet Silas, wie er sich sowohl als X aber auch als Y ausprobiert und letztendlich glücklich und vor allem nicht allein nach Hause geht. Es ist ein wenig zuckrig, ich persönlich empfand dies aber nicht als schlimm. Eine kleine, schöne Geschichte für Zwischendurch mit prickelnden, erotischen Szenen der besonderen Art.

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