4 Wölfe · Leseempfehlung · Rezension

“Maskiert” – Amalia Zeichnerin

©Klappentext, Cover & Zitat: Amalia Zeichnerin

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch: 8,00

Seitenzahl: 114

Verlag: Selfpublished

Release: 15. November 2018

Genre: Romance, Historisch

 

 

 

Klappentext:

Venedig, 1753: Der Karneval ist im vollen Gange. Auf einem Maskenball flirtet der junge Adlige Lorenzo mit einer Dame, die sich kurz darauf als Mann entpuppt. Wutentbrannt über die Täuschung, verlässt Lorenzo das Fest. Später will er den Anderen zum Duell herausfordern, da er sich in seiner Ehre verletzt fühlt. Doch wer ist der Mann hinter der Maske?

“Maskiert” ist eine in sich abgeschlossene, historische Gay Romance Novelle.

Zitat:

 “Die Liebe stirbt nicht zur Fastenzeit”

Eigene Meinung:

Es ist 1753 und der große Karnevalsball in Venedig findet statt. Auf diesem trifft Lorenzo eine wunderschöne Dame, die er zum Tanz auffordert um sie ein bisschen besser kennen zu lernen. Doch er möchte noch mehr und muss einige Zeit später im Bett feststellen, dass er gar keine Frau mit ins Bett geholt hat, was ihn wütend werden lässt. Aber ist er wirklich so sauer, weil es ein Mann war oder weil er sich vielleicht selbst etwas nicht eingestehen will?

Der Schreibstil war flüssig und locker und so angenehm zu lesen. Leider ging es mir persönlich zu schnell, es wurde alles recht schnell abgehandelt und die Geschichte flog an einem vorbei und hinterließ zwar Spuren aber keine richtig tiefen. Ich hätte gerne noch mehr von den Charakteren gewusst aber das was man von ihnen erfährt, lässt sie dennoch sehr lebendig werden und sind authentisch dargestellt.

Was mich immer wieder an den Geschichten der Autorin fasziniert, ist, dass sie sehr realistisch sind und dass die Geschehnisse der Zeit entsprechen, in der die Geschichte spielt. Mich hat die Autorin vor allem durch die gute Recherche überzeugt. Die Regeln beim Maskenball und die Gesetze für die Maskierten, die queere Szene der Zeit und der Schwulen-Strich mit den Katzenmasken als Erkennungsmerkmal. Außerdem gibt es noch den Casanova, den es sogar wirklich gab und dessen Handlung lässt sie stimmig und sinnig in die Geschichte einfließen, das ist mir auch schon bei anderen Geschichten von ohr aufgefallen.

Kritik:

Es fehlte der Spannungsbogen, es war lediglich eine Aneinanderreihung von Geschehnissen und man ist sich nicht sicher, was genau mit der Geschichte bezweckt wird außer einen flach zu unterhalten. Konflikte werden nur geschnitten als sie mal ordentlich an zu reißen. Auch hat die Geschichte kein wirkliches Ziel. Wenn man eine seichte Unterhaltung möchte ohne wirkliche Spannung ist hier genau richtig.

Fazit:

Hier geht es um Felicio und Lorenzo, die sich zu einer Zeit an einem Ort verlieben, an dem der Stand eine besondere Rolle spielt aber nicht nur das, die Liebe zwischen zwei Männern ist hier verpönt und nicht angesehen, ja verboten. Die Autorin stellt realistisch dar, mit welchen Schwierigkeiten die beiden Charaktere kämpfen, wie schwer es zu dieser Zeit war, Gefühle füreinander zu haben, wenn beides Männer sind.

Der Schreibstil war flüssig und locker und so angenehm zu lesen. Leider ging es mir persönlich zu fix, es wurde alles recht schnell abgehandelt und die Geschichte flog an einem vorbei und hinterließ zwar Spuren aber keine richtig tiefen. Ich hätte gerne noch mehr von den Charakteren gewusst aber das was man von ihnen erfährt, lässt sie dennoch sehr lebendig werden und sind authentisch dargestellt. Für mich bleiben am Ende auch noch ein paar Fragen ungeklärt. Dennoch kann ich es jedem empfehlen, der eine Liebesgeschichte möchte, die wirkt, als hätte sie zu der Zeit 1753 tatsächlich stattgefunden.

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