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“F***ing Real: beyond price” – Svea Lundberg

©Klappentext, Cover & Zitat: Dead Soft Verlag

 

Ebook: 7,99 / Taschenbuch: 14,95

Seitenzahl: 544

Verlag: Dead Soft Verlag

Release: 8. April 2021

Genre: Romance, Erotik, Contemporary

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte, laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag unter “Werbung”.

 

 

Klappentext:

„Ich war sein. Sein Goldjunge. Sein Engel, den er so oft benutzen konnte, wie er wollte.“
Fünf Jahre nachdem Mason seine Karriere bei den Black Tail Studios aufgrund einer HIV-Infektion beenden musste, zieht es ihn zurück ins Rampenlicht. Bei CC Cocks wagt er einen Neuanfang, doch manche Erlebnisse lassen sich nicht so einfach abstreifen wie ein Künstlername. Und Wunden können nicht heilen, wenn der Mann, dem Mason sowohl seine Karriere als auch seinen Absturz verdankt, diese immer wieder aufs Neue aufreißt.
Mit seiner unbefangenen Art erinnert Elliot Mason schmerzlich an den jungen Mann, der er selbst einmal war – und nie wieder sein möchte. Elliot hingegen muss sich erst noch selbst finden, doch nach einer Trennung nagen Selbstzweifel an ihm. Was er im Moment am allerwenigsten brauchen kann, ist ein neuer Drehpartner, der ihm durch seine distanzierte Art das Gefühl gibt, er sei in seiner Rolle, die er gerne am Set spielt, nichts wert. Irgendetwas an Masons unnahbarer Art jedoch weckt einen Kampfgeist in Elliot, von dem er nicht einmal wusste, dass er in ihm steckt.

Zitat:

“Abrupt zwang ich meinen Blick höher und in Masons Gesicht, wobei das anzügliche Grinsen um seine fein geschwungenen Lippen nicht unbedingt dazu beitrug, mir darüber klarzuwerden, seit wann ich so schwanzfixiert war.”
“Ich wäre jetzt gerne bei dir. Einfach um… ich weiß nicht.”
“Es klingt furchtbar bescheuert für ich, ich weiß, aber hast du eigentlich eine Ahnung, dass ich mich in Momenten wie diesen kaum traue, dich anzufassen, weil du mich so sehr anmachst, dass ich noch immer Angst habe, die Kontrolle zu verlieren?”

Eigene Meinung:

Er war sein Engel, sein Ein und Alles, sein Angel.
Fünf Jahre nachdem Mason seine Karriere bei Black Tail Studios aufgrund seiner HIV-Infektion beenden musste, möchte er wieder ins Pornobuisness einsteigen. Er will einen Neuanfang bei CC Cocks wagen, doch auch nach fünf Jahren sitzen manche Wunden noch tief. Hinzu kommt, dass der Mann, der für all die Wunden und Masons Absturz verantwortlich ist, sich immer wieder in Masons Leben blicken lässt und dadurch für sehr viel Aufruhr und Schmerzen sorgt.
Und dann ist da noch Elliot, der ihn mit seiner ganzen Art an sich selbst erinnert, wie er einmal war. Doch Elliot hat ganz eigene Sorgen. Er muss sich erst noch selbst finden, was sich als schwierig erweist, da nach einer Trennung die Selbstzweifel an ihm nagen. Da braucht er dann nicht noch einen Drehpartner, der ihm mit seiner distanzierten Art das Gefühl gibt, nichts wert zu sein. Doch gleichzeitig reizt ihn auch etwas an Mason, weshalb dieser nach kurzer Zeit öfters in seinem Kopf rumspukt, als ihm lieb ist.

Endlich geht es weiter mit den CC Cock – Jungs. Um ehrlich zu sein, hatte ich Elliot bisher gar nicht so auf dem Schirm, obwohl er hin und wieder ja schon erwähnt wurde. Ich war wirklich gespannt, wie die Autorin solch sensible Themen umsetzen würde, ob mich Mason und Elliot gefangen nehmen können, ob ich tief in die Geschichte abtauchen werde. Nun, wie nicht anders zu erwarten bei der Autorin, war all das der Fall.

Was mir am meisten an der Geschichte zwischen Mason und Elliot gefallen hat, ist, dass das Thema toxische Beziehung zwar eine wichtige und entscheidende Rolle spielt aber die Autorin hat dieses Thema nicht so überdramatisierend ausgequetscht. Lediglich am Anfang erlebt man Mason in seiner Beziehung zu Steve und kann sich so ein Bild davon machen, wie es Mason als Angel ergangen ist. Ab da erlebt man keinerlei Flashbacks mehr. Steve taucht zwar hin und wieder in Masons Leben noch auf, doch er nimmt keinen zu großen Raum in der gesamten Geschichte ein. Mason hat in den 5 Jahren schon eine Therapie begonnen und genau das merkt man auch. Ja wenn Steve irgendwie auftaucht, wirft es Mason kurz aus der Bahn und er muss sich wieder fangen, doch er bricht nicht vollkommen zusammen und man hatte nie das Gefühl, die Therapie hätte nicht stattgefunden. Mit Elliot hat Mason noch anfangs das Gefühl, ständig sein altes Ich vor Augen zu haben und muss lernen damit umzugehen. Doch statt im Selbstmitleid zu zerfließen oder sonst irgendetwas in der Art, sucht Mason von sich aus Rat und redet über sein Problem mit dem Partner seines Onkels, der halt auch Psychotherapeut ist.

Während man bei Mason recht schnell dabei ist, ihn versteht und mitfühlt, ist es bei Elliot anfangs noch schwierig. Ihm ernsthaft abzukaufen, dass er wirklich diese eine bestimmte Art von Sex mag, fiel mir am Anfang doch noch recht schwer. Ich vermute, das lag vor allem daran, dass Elliot sich selbst noch finden musste, er war mit sich selbst noch nicht ganz im Reinen, wusste selbst nicht, was er eigentlich genau wollte. Man erlebt, wie Elliot mit der Zeit selbstbewusster wird und an sich selbst wächst und wie Mason dank Therapie das Gröbste verarbeitet hat, doch nun den Mut finden muss, endlich selbst mal einen Schritt zu wagen, sich gegen Steve zu stellen. Elliot ist noch nicht der gut gefestigte Anker in Masons Leben, sondern hatte selbst noch so seine Probleme, mit denen er fertig werden musste.

Neben psychischer und sexueller Missbrauch wird auch HIV thematisiert und ich hab beim Lesen gemerkt, dass ich selbst noch nicht auf den neusten Stand bin, was das betrifft. Auch hier wurde das Thema nicht unnötig auseinander genommen. Man erfährt, wie es ist, damit in der Pornobranche arbeiten zu wollen, wie es ist, auf das neuste Testergebnis zu warten und das Beste zu hoffen. Doch wie beim anderen Thema gerät auch das immer weiter in den Hintergrund, sodass der Fokus ganz allein auf die Beziehung zwischen Mason und Elliot. Wie sie sich kennen lernen, wie sich ganz langsam ineinander verlieben. Auch etwas, was der Autorin immer besonders gut gelingt: mit kleinen Momenten und Gesten große Gefühle zu vermitteln. Eine Szene, die das für mich ganz besonders verdeutlicht hat, ist, wie Elliot einen Blick von Mason auf sich wahrnimmt und beschreibt, ein Blick voller Bewunderung und Liebe. Einfach wunderschön geschrieben.

Natürlich treffen wir auch alte Bekannte wieder, was mir an der Reihe wirklich gut gefällt. Diesmal nicht nur Jayson und Dale, sondern natürlich auch Keith, Liam und Rizzo. Ach es ist immer wieder schön, nochmal von den Jungs zu lesen, zu sehen, wie glücklich sie miteinander sind. Oh und freut euch auf Mable, wenn ihr es lest, wisst ihr, was ich meine und ein Halloween auf Rizzo-Art, herrlich.

Ich bin gespannt, wen wir im nächsten Band bei CC Cocks begleiten dürfen.

Kritik:

Da die Geschichte rund um die CC Cock Jungs einer chronologischen Reihenfolge folgt, werden auch die Jungs irgendwann mit der Pandemie konfrontiert. Dies ist nun in diesem Band der Fall. Mich persönlich hat es nicht sonderlich gestört, da das Thema hier nicht ausgeschlachtet wird aber ich kann mir denken, dass wenn man einfach keine Lust mehr auf das Thema hat, dass man auch kein Bock hat, davon zu lesen.

Fazit:

“F***ing Real: beyond price”, ein weiterer Band, in dem wir wieder Jungs von CC Cocks kennen lernen dürfen und alte Bekannte wieder treffen. Freut euch auf kleine Einblicke in die Beziehung von Liam, Rizzo und Keith, aber auch Jayson und Dale treffen wir wieder. Doch in diesem Band geht es um Elliot, der neben dem Pornodreh Architektur studiert und Mason, den wir bei seinem Versuch begleiten, sich von seiner Vergangenheit zu lösen. Doch neben ernsten Themen, gibt es auch wieder viel zu schmunzeln und einige heiße Szenen. Als ich das Buch in den Händen hielt und gesehen habe, wie viele Seiten es hat (über 500 Seiten), hatte ich erst die Befürchtung, dass sich die Geschichte unnötig in die Länge ziehen würde aber dem war keineswegs so. Kleine scheinbar unbedeutende Momente bekommen ihren Raum und füllen die Geschichte mit besonderen Augenblicken, in dem viel mehr Gefühle transportiert werden, als mit großen Dramen oder theatralisch aufgebauschten Szenen. Mason und Elliot machen beide ihre eigenen Entwicklungen durch und bekommen dafür genügend Raum, nicht nur sich gegenseitig ausgiebig kennen zu lernen, sondern auch sich selbst. Mason, der gegen innere Dämonen kämpft und sich seinen Ängsten und seiner Vergangenheit stellen muss, sowie Elliot, der sich mit Selbstzweifeln rumplagt und nach außen hin sich stärker gibt, als er eigentlich ist. Der Moment, in dem sich beide ineinander verlieben, war gar nicht richtig auszumachen, es war wie ein schleichender Prozess, was sehr gut zu ihnen passte. Oh und freut euch auf ein ganz besonderes Halloween, an dem Rizzo nochmal richtig Leben in die Bude bringt.

 

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