5 Wölfe · Kurzgeschichte · Leseempfehlung · Rezension

“Ein Teufel zu Halloween” – Ray Celar

©Klappentext, Cover & Zitat: Ray Celar

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch:

Seitenzahl: 90

Verlag: Selfpublished

Release: 15. Oktober 2019

Genre: Romance

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte, laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag unter “Werbung”.

Klappentext:

Jamil ist Halloween ziemlich egal. Für ihn ist es ein Tag wie jeder andere auch, mit dem kleinen Unterschied, dass die Barbesucher zum Feiern in knappen Kostümen erscheinen. Sein Chef Mirko hingegen zelebriert diesen Feiertag mit nicht zu übersehender Begeisterung.
Kein Problem für Jamil. Er wirft sich einfach in ein aufwändiges Kostüm und sorgt dafür, dass der Abend für seinen Boss reibungslos über die Bühne geht, während er ihn nebenbei davon überzeugt, dass sie auch außerhalb der Arbeit gut zusammenpassen würden.
Hätte er geahnt, dass Mirko ausgerechnet an Halloween Hilfe von außerhalb anfordert, hätte er sich den ganzen Zirkus gespart. Aber dafür ist es jetzt zu spät. Irgendwie wird er den Abend schon überstehen, immerhin ist es ja auch nur ein Tag wie jeder andere. Oder?

Zitat:

“Und dann waren da seine Lippen auf meinen. Nicht mehr zusammengepresst, sondern voll, sanft, bestimmt, hart, weich. Alles auf einmal.”

Eigene Meinung:

Jamil hat mit Halloween nicht viel am Hut, dennoch wirft er sich in ein aufwendiges Kostüm und gibt alles, damit für seinen Chef in der Bar, in der er arbeitet, alles reibungslos läuft. Sein Chef Mirko zelebriert diese Feiertage nämlich immer ganz außergewöhnlich, mit viel Deko und unübersehbarer Begeisterung. Jamil ist der festen Überzeugung, dass sie auch außerhalb vom Arbeitsplatz ein unschlagbares Team abgeben und mit dem besonderen Kostüm möchte er es ihm zeigen. Doch leider taucht jemand auf, bei dem Jamil gehofft hatte, er würde nicht kommen, denn er macht einen riesegroßen Strich durch seine Rechnung.

Ich habe die Geschichte angefangen zu lesen und dachte mir nach einer Weile, dass mir die vorkommenden Namen sehr bekannt zu sein scheinen und tatsächlich… nach einen kurzen Blick in die früheren Werke der Autrorin, wusste ich gleich, woher ich Benji und Jani kenne: Ein Griesgram zum Valentinstag. Was habe ich mich über das Wiedersehen mit Jani und Benji gefreut. Wir erfahren tatsächlich ein wenig, wie es mit den beiden weitergeht. Dennoch dreht sich diesmal alles um Jamil, der ein Auge auf den Barbesitzer Mirko geworfen hat, den wir schon beim Griesgram kennen lernen durften. Hatten wir dort nur die grobe Ahnung, wie quirlig und aufgedreht Mirko sein kann, bekommen wir hier die volle Ladung ab. Ich finde Mirkos Art unfassbar sympathisch und ich freu mich sehr, dass wir durch diese Geschichte nochmal in den Genuss seiner übersprühenden Ausstrahlung kommen.

Jamil ist allerdings derjenige, der uns die Geschichte erzählt. Er ist schon lange in seinen Chef verknallt, doch er traut sich zum einen nicht, Mirko anzusprechen, immerhin ist er sein Boss und auf der anderen Seite macht er sich einfach keine Hoffnungen, denn Mirko hat immer nur Augen für seinen besten Freund Jani. Jan, Jani, Jani, Jani hier, Jani dort. Jamil mag Jani nicht, zumal dieser immer so miesepetrig dreinschaut und einfach unhöflich ist. Doch an Halloween sieht Jamil endlich seine Chance… oder? Außgerechnet Jani ist ihm auch noch behilflich.

Eine wirklich gelungene und schöne Kurzgeschichte aus der Feder von Ray Celar. Wieder geht es in die Bar Bermuda-Dreieck, wo diesmal Jamil und Mirko ihren Hauptauftritt haben. Mit großen emotionen und gefühlvollen Momenten erleben wir Jamils Geschichte. Die Autorin hat ein Händchen dafür kleine Augenblicke für den Leser und den Charakter zu einem ganz außergewöhnlichen Moment zu machen, wie hier zum Beispiel der erste Kuss. Jamils Gedanken, die in einigen Momenten nur so übersprudelten wurden dem Leser mit einem flüssigen und bildhaftem Schreibstil nahe gebracht. Eine mal etwas andere Halloweengeschichte über die zaghafte Liebe und große Missverständnisse.

Kritik:

Ich hätte mir hier tatsächlich einen Blick in Mirkos Gedanken gewünscht, da fehlte mir einfach der Einblick in seine Welt, um manche Situationen besser nachvollziehen zu können.

Fazit:

In “Ein Teufel zu Halloween” verschlägt es uns wieder in die Bermuda-Dreieck Bar aus “Ein Griesgram zum Valentinstag”. Wir dürfen uns auf ein Wiedersehen mit Jani und Benji freuen und erfahren endlich, wie es dem quirligen Barbesitzer Mirko ergeht. Jamil erzählt uns die Geschichte über weiße, glitzernde Engel als Chef, rotäugigen Teufeln, einem unerwartet hilfsbereiten Miesepeter, einen Umzug, eine rausgeplatzte Frage, ein holpriger erster Kuss, Kaffee mit viel Vanillesirup und wunderschönen, emotionalen Augenblicken. Die Geschichte rund um Jamil und Mirko habe ich innerhalb eines Abends verschlungen, da mich die beiden einfach nicht losgelassen haben. Mit Spannung habe ich auf den einen entscheidenden Moment gewartet und er schlug ein wie eine Gefühlsbombe. Diese kleinen Geschichten rund um Halloween und Valentinstag hätten gerne länger andauern können und doch hatten sie genau den richtig Umfang. Eine Geschichte über eine lange, erst hoffnungslose Verliebtheit, die durch Verzweiflung und ein wenig Alkohol ihren Weg hinaus sucht und zu einem gutausgehenden “Unfall” führt.

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