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“Die Sache mit den Zimtsternen” – S.B. Sasori

©Klappentext, Cover & Zitat: S.B. Sasori

 

Ebook: 2,99 / Taschenbuch: 6,99

Seitenzahl: 120

Verlag: Selfpublished

Release: 20. Dezember 2019

Genre: Weihnachtlich, Romance, Urban Fantasy, Märchen

 

Klappentext:

Kein Fuchs im Hühnerstall, dafür einer im Kohlenkeller.
Wenn sich Theo nicht beeilt, ist der Jäger schneller, und um das erstaunlich zutrauliche Tier mit dem rostroten Fell ist es geschehen.
Doch im Keller findet er keinen Fuchs.
Nur einen jungen Mann mit faszinierend schönen Augen.
Und die verrückteste Geschichte seines Lebens.

Zitat:

“Eine Sekunde später funkelten ihn im Schein der Außenlampe zwei bernsteinfarbene Augen an.”
“Ein Augenaufschlag, süßer als es je ein Plätzchen sein konnte.”

Eigene Meinung:

Sein Meister Haku setzt ihn einfach vor die Tür, doch da ist noch der Nachbar Theo, das muss doch ein starker Magier sein, der ihn vor Haku beschützen kann oder? So denkt es sich zumindest der Kitsune Kouki. Ein Fuchs im Kohlenkeller und ein seltsamer junger Mann mit bernsteinfarbenen Augen, die beide auf die Zimtsterne seiner Uroma abfahren, Theo hat nicht erwartet, dass sein Tag so turbulent startet. Eine Geschichte über japanische Hilfsgeister, ein sogenannter Kitsune namens Kouki und Theo, ein stinknormaler Mensch, dessen Leben von heute auf morgen komplett aus den Fugen gerät.

Bei dem Cover, Klappentext und dem Titel habe ich überlegt, welche Geschichte sich dahinter wohl genau verbergen mag. Ich war erst bei einer “normalen” Wandlergeschichte aber so schnell kann man sich irren. Nach anfänglichen Wirrungen war ich sehr schnell drin in der Geschichte und konnte diese auch nicht mehr aus der Hand legen. Diese Kurzgeschichte rund um den Kitsune Kouki und den angeblichen Meistermagier Theo ist zwar kurz aber fesselnd und es ist eine der wenigen Geschichten, wo ich mir über das Ende nicht sicher war. Denn auch wenn ich bisher nur wenige Geschichten der Autorin kenne, weiß ich, dass man sich nie sicher sein kann, was einen genau erwartet. Was genau hat es mit den Zimtsternen auf sich? War alles wirklich nur ein Traum? Ist das überhaupt wirklich passiert? Zum Ende hin war ich mir genauso unsicher wie Theo und wusste nicht, ob alles nun Einbildung war oder ob es tatsächlich geschehen ist. Die Autorin hat es wirklich geschafft, dass ich am Ende da saß und nur dachte “Oh nein bitte nicht” und doch ist es dann nochmal ganz anders gekommen.

Theo hatte es bisher nicht wirklich leicht in seinem Leben. Es werden hier und da Andeutungen gemacht und zwar ist es nur eine Kurzgeschichte aber man möchte doch ein wenig mehr über Theo erfahren, allerdings reicht es aus, um Theos Beweggründe nachzuvollziehen. Kouki ist fast das genaue Gegenteil, sehr nähebedürftig und hat so seine ganz eigene Art zu denken. Beide sind sehr sympathische Charaktere und wachsen einem in dieser kurzen Zeit schnell ans Herz.

Auch wenn die Geschichte von Omas Zimtsternen handelt, die Theo immer zu Weihnachten bekommt, kann man diese Geschichte eigentlich immer lesen, denn dieses Thema spielt hier gar keine so große Rolle. Wir verfolgen eher das mysteriöse Zusammenkommen von Theo und Kouki, die beide außergewöhnliche und besondere Charaktere sind. Eine wirklich märchenhafte Geschichte, die einen mit auf eine einzigartige Reise mitnimmt.

Kritik:

Mich hätte Theos Vergangenheit noch ein wenig mehr interessiert. Zwar reichen die Andeutungen um der Geschichte folgen zu können, doch letztendlich hätte ich mir mehr gewünscht. Diese ganzen kleinen Andeutungen machen doch sehr neugierig und so ein kleiner Rückblick hätte ich sogar interessant gefunden. Ich glaube, dass die Kurzgeschichte sogar zu einem Roman umgeschrieben hätte werden können.

Fazit:

“Die Sache mit den Zimtsternen” ist eine märchenhafte Erzählung über japanische Legenden, über einen Kitsune, einen Hilfsgeist namens Kitsune, der vertrieben von seinem alten Meister Haku, bei Theo ein neues Zuhause findet und eine Dose Zimtsterne spielt eine tragende Rolle. Die Geschichte hat eine kleine Portion Humor, Spannung und Romance. Die Geschichte kann man definitiv nicht nur zu Weihnachten lesen, zwar deuten einige Kleinigkeiten darauf hin, dass die Geschehnisse, rund um diesen Feiertag passieren, doch es geht vorwiegend darum, dass Kouki in Theo eventuell einen neuen Meister findet oder vielleicht doch was ganz anderes. Die beiden haben mich auf jeden Fall bis zum letzten Wort nicht losgelassen und jede einzelne Seite habe ich verschlungen, um zu erfahren, wie die beiden denn nun wirklich zueinander finden. Ich finde japanische Legenden sehr spannend, weshalb ich die Kurzgeschichte bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gelegt habe, da es einfach mal was anderes ist als die üblichen Wandlergeschichten.

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