5 Wölfe · Leseempfehlung · Reihe · Rezension

“Die Pik-Sieben-Morde: Kill Game” – Cordelia Kingsbride

©Klappentext, Cover & Zitat: Second Chances Verlag

 

Ebook: 6,99 / Taschenbuch: 13,00

Seitenzahl: 400

Verlag: Second Chances Verlag

Release: 17. Februar 2022

Genre: Romance, Crime, Thriller

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte, laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag unter “Werbung”.

Klappentext:

Das Leben von Mordermittler Levi Abrams ist aus den Fugen geraten – nach einer Schießerei ist er immer noch seelisch angeschlagen, und die Beziehung mit seinem Freund kriselt. Das Letzte, was er jetzt gebrauchen kann, ist ein Serienmörder, der auf den Straßen von Las Vegas sein Unwesen treibt. Und da ist auch noch der Kopfgeldjäger Dominic Russo, der ihm mit seinem Charme auf die Nerven geht und dem er ständig unfreiwillig über den Weg läuft.
Dominic schätzt sein unkompliziertes Leben und das bedeutet: kein Umgang mit Cops – vor allem nicht mit kratzbürstigen, verklemmten Detectives. Dann stolpert er jedoch durch Zufall über das jüngste Opfer der grausamen Pik-Sieben.
Der Mörder ist gnadenlos und den Ermittlern immer zwei Schritte voraus. Schlimmer noch, er hat ein gefährliches persönliches Interesse an den beiden entwickelt. Gezwungen, einander zu vertrauen, versuchen sie, ihn zu stellen. Doch im Gegensatz zu Levi und Dominic hält die Pik-Sieben alle Trumpfkarten in der Hand …

“Kill Game” ist der erste Band der fünfteiligen Thriller-Serie von Cordelia Kingsbridge. Die Bücher sollten in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.

Zitat:

“Aus der Brusttasche von Dreyers Jackett ragte, mit Blut bespritzt, aber noch erkennbar, eine einzelne Spielkarte –  die Pik-Sieben.”
“Levi Abrams. An seiner Bar. In einem Schwulenclub.”
“Bevor Dominic wusste, wie ihm geschah, hatte Levi die Hand in seinen Nacken gelegt und ihn zu einem Kuss an sich gezogen.”
“Während Dominic davonfuhr, konnte er gar nicht mehr aufhören zu lächeln. “

Eigene Meinung:

Ein Serienmörder treibt auf den Straßen von Los Angeles sein Unwesen und Levi Abrams, der nach einer Schießerei noch immer seelisch angeschlagen ist und dessen Beziehung zu seinem aktuellen Freund ziemlich kriselt, bekommt diesen auch noch aufgebrummt. Das besondere Markenzeichen des Killers, die Karte Pik-Sieben. Und dann wäre da noch der Kopfgeldjäger Dominic Russo, der Levi auf die Nerven geht mit seinem unwiderstehlichem Charme und ihm ständig über den Weg läuft und zu allem seinen Senf dazugeben muss.
Dominic Russo selbst liebt sein unkompliziertes Leben, hier mal ein Flüchtiger, den er wiederfinden muss, da mal eine schnelle Nummer fürs Bett aber bitte keinen kratzbürstigen, verklemmten Detectiv. Bis er plötzlich selbst über eins der jüngsten Opfer des Serienmörders stolpert.
Doch das ist längst nicht alles, warum auch immer, hat der Mörder scheinbar ein persönliches Interesse an den beiden, wodurch diese dazu gezwungen werden, auf die eine oder andere Art zusammen zu arbeiten.

Ich mochte ja schon immer die Serie “Criminal Minds”, ich liebe es, mitzurätseln, wer der Mörder sein könnte oder Täter, welches Motiv er hat, wer könnte sein nächstes Opfer sein. Genauso erging es mir auch beim ersten Band der Pik-Sieben-Morde und ich kann den nächsten Teil kaum erwarten. Ich hatte immer mal so meine Vermutungen, wer es denn sein könnte, der Los Angeles in Angst und Schrecken versetzt, doch die Autorin lässt einem völlig im Dunkeln. Am Ende hatte ich eine grobe Theorie, doch die wurde durch den Schluss völlig über den Haufen geworfen. Ein gelungener Mix aus Spannung, Crime und auch Romance.

Denn neben dem geheimnisvollen Serienmörder sind da nämlich noch Levi und Dominic, die sich beide gegenseitig scheinbar nicht wirklich leiden können. Die beiden gehen sich ständig auf die Nerven, allein durch ihre bloße Anwesenheit. Dieses kleine Spiel zwischen den zweien ist sehr humorvoll mitzuverfolgen. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, dass sie nicht innerhalb der ersten Seiten, ja nicht mal innerhalb der ersten Häfte des Buches wirklich viel miteinander zu tun haben. Wir lernen beide erst einmal ein wenig kennen, bekommen bei ihnen einen Einblick in ihr Leben. Levi, der Mordermittler, der versucht die Erlebnisse einer Schießerei zu vergessen und sich dennoch weigert die verordneten Therapiesitzungen abzuhalten. Dann wäre da noch sein derzeitiger Freund, der Millionär Stanton, der es sich immer wieder herausnimmt, über Levis Leben bestimmen zu wollen und dabei auch nicht davor zurückschreckt, Levis Eltern miteinzuschalten.
Dominic, der Kopfgeldjäger, der gemeinsam mit seiner Hündin Rebel nach Kautionsflüchtigen sucht und sich gerne mit einem guten Essen zu seinen Nachbarn gesellt. Er verdient sich sein Geld auch gelegentlich als Barceeper in einer Schwulenbar, bei der er sich das ein oder andere Betthäschen gönnt.
Unterschiedlicher könnten sie nicht sein und doch verbindet sie soviel. Nicht nur der Fall ist spannend zu verfolgen, auch wie die beiden sich nach und nach immer näher kommen und vor allem Respekt voreinander gewinnen, zusammenarbeiten und sich aufeinander einlassen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Übersetzung finde ich persönlich gut gelungen und die beiden schaffen es auch hin und wieder einen zum Lachen zu bringen. Was mir tatsächlich an dem Buch am meisten gefallen hat, ist, wie die Autorin einen immer wieder auf die falsche Fährte lockt. Ich bin bis jetzt völlig ahnungslos, wer hinter der Pik-Sieben stecken könnte. Der Autorin gelingt es, an den richtigen Stellen den passenden Spannungsbogen aufzubauen und ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, das irgendwas schief gehen könnte und es einfach hässlich endet. Die Tatorte sind zwar detailliert aber nicht makarber ausgeschrieben, was ich auch wirklich angenehm fand.

Wer also eine gute Portion Cime möchte mit einigen romantischen Elementen, ist hier genau richtig. Der Fall kommt nicht zu kurz und wird auch nicht zu oberflächlich abgehandelt. Man verfolgt sowohl Levi als auch Dominic, wie sie den Fall angehen, welche Hinweise sie entdecken und welche Vermutungen sie anstellen aber auch wie sie merken, dass sie den völlig falschen Weg eingeschlagen haben. Es macht Lust auf mehr und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band.

Kritik:

Wer mehr Romance möchte und weniger Crime, wird hier nicht ganz fündig. Im ersten Band überwiegt noch mehr der Fall, das Kennenlernen der Charaktere und die Romance entwickelt sich eher langsam.

Fazit:

“Kill Game” der gelungene Auftakt der Pik-Sieben-Morde, eine große Portion Spannung, der Drang zum Miträtseln und dann noch die Prise Romance, ein für mich gelungener Mix. Levi und Dominic erstmal in Ruhe kennen lernen zu können, was bewegt sie, wie leben sie und das jeder für sich. Denn nicht von Anfang an entwickelt sich die Romance zwischen den beiden, ganz im Gegenteil, sie sind eher genervt voneinander und möchten am liebsten so wenig wie möglich mit dem anderen zu tun haben. Erst durch den Fall der Pik-Sieben müssen die beiden einen Weg finden, miteinander klar zu kommen, sich aufeinander einzulassen und gemeinsam den Fall zu lösen. Ein stetiges Katz und Maus Spiel zwischen Levi und Dominic aber auch den beiden und dem Mörder. Denn der scheint immer einen Schritt vorraus zu sein und am Ende kommt eh alles ganz anders. Ein Muss für jeden Crime-Fan.

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