Liste abgebrochener Bücher

Ich denke jeder von uns kennt das, es gibt Bücher, die fängt man voller Erwartung an zu lesen und dann stellt sich heraus, es ist so gar nicht das, was man sich erhofft hat. Es gibt unterschiedliche Faktoren ein Buch abzubrechen:

  • Logikfehler
  • zu viele Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • unsympathische Charaktere (klar gibt es die Bösewichte, aber wenn selbst der Protagonist über die Strenge schlägt oder z.B. keine Schwächen hat)
  • abstruse Handlung
  • zu viel/zu wenig Gefühl
  • zu umschreibende Sätze
  • bei mir ist es zum Beispiel noch der Schreibstil
  • unpassende Wörter, die sich vielleicht sogar noch ständig wiederholen
  • etc.

Hier ist meine Liste der abgebrochenen Bücher. Ich möchte keine Rezension schreiben, weil ich es nicht zuende gelesen habe, aber ich möchte euch erzählen, warum ich sie abgebrochen habe.

Meine Liste der Abgebrochenen:

©Klappentext, Cover & Zitat: Himmelstürmer Verlag

 

Titel: Gefühle tabu

Autor: Marc Förster

Verlag: Himmelstürmer Verlag

Klappentext:

Andy hat ein Problem. Er ist tiefgläubig, und mindestens genau so schwul. Schon vor dem Abi spürt er in sich die Berufung, Priester zu werden. Nach vielen Überlegungen startet er in München mit seinem Theologiestudium. Doch auch das ändert nichts an dem Verlangen, mit Männern intim zu werden. Nach einigen Abenteuern in der Münchener Szene fühlt er plötzlich Gefühle für einen jungen Priester.
Die beiden landen im Bett, leben plötzlich in einer Welt voller Kontraste. Hier das Zölibat, da wilder Sex.
Stefan versucht Andy davon zu überzeugen, dass dieses doppelte Spiel mit dazu gehört. Doch Andy sieht das anders, es kommt zum Bruch. Kurz danach fühlt der Theologiestudent, ein Semester später, dass er wieder einen Mann für mehr als nur schnellen Sex will.
Als Jochen in sein Leben tritt, fordert der Andy auf, sich von der Kirche und all seinen Plänen los zu sagen. Doch Andys Wunsch, Priester zu werden, ist stärker.
Bis er Michael kennen lernt. Und der möchte Andys Berufung nicht im Weg stehen.
Andy, ein Kampf mit sich, gegen seine Gefühle, dem Bedürfnis nach Sex und der Berufung, der Kirche und den Menschen zu dienen.

Warum habe ich das Büch abgebrochen?

Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, dachte ich wirklich, da hätte sich jemand ernsthafte Gedanken darum gemacht, wie es ist, religiös zu sein, in diesem Fall ein junger Mann, der katholisch aufgewachsen ist, und gleichzeitig zu bemerken, dass man ausschließlich auf Männer steht, wie genau entscheidet man sich, wie sieht der innere Konflikt desjenigen aus. Ich war wirklich gespannt, wie sich der Autor damit auseinander gesetzt hat. Mein Fazit, gefühlt sehr wenig bis gar nicht. Hin und wieder tauchen doch ernste Gespräche auf, wo er von Männern, die Priester sind, aufgeklärt werden, dass auch sie nur Menschen sind und das alles lockerer gehandhabt wird als gedacht, indem man es einfach nicht nach Außen hin zeigt aber dennoch in seinem stillen Kämmerchen auslebt. Doch anstatt, dass sich Andy eventuell mal ein ganzes Kapitel darüber ernsthafte Gedanken macht, opftert er zwei Zeilen dafür und sein nächster Gedanke ist, dass er den und den heiß findet. Es stand nirgendswo etwas, erst auf der Seite des Verlages hab ich erfahren, dass das Buch in Bereich Erotik eingestuft werden muss. Hoppla. Aber selbst dann. Ich finde selbst erotische Szenen kann man gut schreiben, mit Gefühl und ehm ja Erotik. Aber wenn ich Begriffe wie “Lümmel” oder Dicken” für das männliche Geschlechtsteil lesen muss und das gefühlt auf jeder Seite, hab ich nach einiger Zeit keine Lust mehr. Es ist ermüdend wenn es in jedem Kapitel um Sex geht und dann meist recht oberflächlich. Mich persönlich hat es nicht angesprochen. Auch der Schreibstil war nicht mein Fall. Klar ist Andy jung (19) und der Autor wollte wohl zeitgenössisch schreiben und benutzte Begriffe wie “Body, Heaven, Boy und Sweetie”, was meiner Meinung nach aber nicht gepasst hat, zumal es irgendwie ein Mix aus, wirklich ernstem Schreibstil und der Jugendsprache ist, was nicht wirklich geklappt hat. Für mich ist der Schreibstil zu abgehackt und klingt wie ein plump verfasstes Drehbuch. Mich konnte das Buch einfach nicht mitreißen.

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